Bitterwasser:

Bitterwasser:

10 February 2018 | Tourism

Frank Steffen



Besuchern, die zum ersten Mal den Farm- und Lodge-Betrieb Bitterwasser kennenlernen, fallen zuerst die massive Anzahl an Palmen auf, wodurch der Eindruck entsteht, dass es sich um eine Oase handeln muss, die sich hier mitten in der südöstlichen Öde Namibias befindet. Das trifft natürlich nicht zu, denn die Palmen sind angepflanzt und der Name der Farm entstammt der großen Salzpfanne, an deren Nord-Rand die hübsch angelegte Lodge zu finden ist.

Genaugenommen handelt es sich hier um eine Oase für Segelflieger, wenn nicht sogar um ein kleines Paradies. Denn der Standort der Bitterwasser-Lodge und des Flugzentrums in der Kalahari-Halbwüste bietet mit seiner einmaligen Thermik allen Segelfliegern die Möglichkeit, oft und gezielt neue Weltrekorde aufzustellen. Und tatsächlich steht jede angepflanzte Palme für einen Segelflug-Rekord, der in Namibia erreicht wurde; Dabei geht es um Höhe sowie Distanz und Zeit, die in der Luft verbracht wurden.

Während der Monate November bis Januar treffen sich hier jedes Jahr hunderte Segelflieger aus aller Welt. „Deutschland hat weltweit sicherlich die aktivste und größte Segelfliegergemeinschaft. Dadurch sind die Deutschen natürlich am stärksten in Bitterwasser vertreten. Allerdings will jeder leidenschaftliche Segelflugzeug-Pilot wenigstens einmal im Leben auf Bitterwasser geflogen sein“, meint Hubertus Huvermann, Pressesprecher des Flugzentrums und selbst begeisterter Segelfliegerpilot. Ein weiterer Segelflugsportler ist Rainer Hog, den es gemeinsam mit seiner Frau Dagmar seit vielen Jahren nach Namibia zieht. Hog weiß von mehr als 400 Flügen, die in der vergangenen Saison 2017/18 eine Strecke von mindestens 1000 Kilometern geschafft haben; Allein das war eine Rekordzahl.



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Dem Ehepaar Hog untersteht die Leitung des Betriebs. Zumindest in der Segelflug-Hochsaison, wenn der Betrieb nie weniger als 80 Besucher und Piloten beherbergt, halten sie sich permanent in Bitterwasser auf. Die bis zu 40 Flieger, die sich mit einem Mal in einer Flughöhe von 3000 bis 6000 Metern aufhalten, werden nicht mehr wie früher hochgezogen. Die Flugzeuge sind mittlerweile mit Hilfsmotoren ausgestattet, wodurch sie aus eigener Kraft von der Salzpfanne abheben und die nötige Höhe gewinnen können. Die Motoren werden dann eingefahren und der überwachte Segelflug (manchmal länger als 7,5 Stunden) kann beginnen. Von unten gesehen erinnert der allmorgendliche Start an kreisende Geier.

Anders als in anderen Teilen der Welt, ist in Namibia das Segelfliegen nur in den drei genannten Sommermonaten erlaubt. Die Flugsaison 2018/19 beginnt am 1. November 2018 und endet am 25. Januar 2019. Interessierte Piloten können ihren Termin und sonstige Flugzeugwünsche sowie die Unterkunft über die Internetseite „[email protected]“ buchen und ein maßgeschneidertes Angebot anfordern.

Die Bitterwasser-Lodge bietet sich darüber hinaus auch als Urlaubsziel im Busch an und ist bereits beliebtes Ziel einiger Safari-Unternehmen. Der Betrieb beschäftigt circa 60 Personen, wovon die meisten von der nahegelegenen Ortschaft Hoachanas stammen. Im Jahr 2000 gründete Angelika Gleich den !Hoaxa-!nas-Kinderfonds, der sich unter anderem durch Patenschaften der Gäste sowie Piloten um die Kinder der Ortschaft Hoachanas kümmert. Die Bitterwasser-Gemeinschaft unterstützt seit jeher das Projekt mit finanziellen und weiteren Mitteln.

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